Elterninitiative „Wir sind Familie“ unterstützt Forderung von Ministerpräsident Althaus


Erfurt (19.4.2007) Die Initiative „Wir sind Familie“ begrüßt den Vorschlag des Thüringer Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) ein Betreuungsgeld für Kleinkinder in Höhe von 150 Euro monatlich zu zahlen, als weiteren Schritt in Richtung echte Wahlfreiheit. Dem Elternverein stellt sich aber die Frage: Warum nur 150 Euro, wenn ein Krippenplatz zwischen 700 und 1000 Euro kostet?


In einem Gespräch mit der Zeitung „Die Welt“ fordert Althaus ein Betreuungsgeld für Kinder vom ersten bis zum dritten Lebensjahr. Dieses soll zusätzlich zum Kindergeld gezahlt werden. Die Initiative unterstützt diesen Vorschlag und sieht darin einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Wahlfreiheit bei der Kinderbetreuung. Durch das Betreuungsgeld können die Eltern entscheiden, ob sie das Geld für einen Krippenplatz verwenden oder mit dieser Unterstützung ihr Kind selbst betreuen. „Die Entscheidung, wie ein Kind betreut wird, ist Sache der Eltern. Wir unterstützen die Gleichberechtigung von Betreuung zu Hause oder in der Krippe.“, sagte Elisabeth Lehmann-Dronke von der Initiative „Wir sind Familie“.


Der Verein fordert Bund und Land über den Althaus-Vorschlag hinaus auf, eine wirkliche Wahlfreiheit für Eltern zu schaffen. Wenn junge Frauen in Deutschland echt wählen könnten, würden fast 70 Prozent ihre Kinder in den ersten drei Lebensjahren selbst erziehen und nicht in die Krippe geben. Dies bestätigt die Auswertung einer telefonischen Repräsentativbefragung vom März 2007, die das Meinungsforschungs-institut IPSOS GmbH im Auftrag des Familiennetzwerkes Deutschland durchgeführt hat. Bei finanzieller Wahlfreiheit würden lediglich 26 Prozent der Mütter ihr Kind in die Krippe geben. Zudem ergab die Studie, dass gerade einmal 17 Prozent der Frauen in Deutschland der Meinung sind, Kinder seien in der Krippe besser aufgehoben. Über 80 Prozent der Befragten hielten eine Erziehung durch die Eltern am besten.


Dr. Ines Pistner von „Wir sind Familie“ meint: „Echte Wahlfreiheit, ist aber nur dann gegeben, wenn Frauen, bei einer Entscheidung für Erziehung und Familienarbeit, nicht finanziell benachteiligt sind“. Frauen in Deutschland würden ihr Kind in den ersten drei Jahren vor allem lieber selber zuhause erziehen, wenn man ihnen das Geld gäbe, das ein Krippenplatz kostet, je nach Bundesland zwischen 700 und 1300 Euro im Monat. Zahlt man das Geld zum Beispiel als Erziehungslohn aus, würde sogar einiges in Form von Lohnsteuer und Sozialabgaben zurück fließen.


Die Elterninitiative „Wir sind Familie“ hält eine finanziell unabhängige Entscheidungs-möglichkeit für Zuhause- oder Fremdbetreuung für wünschenswert. Mit der Forderung nach bundesweitem Betreuungsgeld ist durch Ministerpräsident Althaus ein weiteres Signal in die richtige Richtung gesetzt wurden.


 


Zitat des Tages:

Das Beste an Großeltern ist, dass sie Zeit für all das haben, für das Eltern zu beschäftigt sind.

Ursula Kohaupt